Eichelmann
Bis 1999 war Christian Steinmetz als Verwalter bei Mosel-Weingütern tätig, damals erwarb er ein Winzeranwesen in Brauneberg. Die ersten Trauben wurden 2000 aus der Juffer, dem Kestener Paulinshofberg und der Mühlheimer Sonnenlay geerntet, inzwischen werden auch Trauben aus den Graacher und Zeltinger Lagen verarbeitet. Spontanvergärung, teilweise der Einsatz von Edelstahldrucktanks (um einen Wein "sur lie" zu erzeugen) sowie - bei den "Alten Reben" - die Vergärung in Barriques gehören zum Konzept des Weingutes. 2005 wurde der Jungfernertrag einer Spätburgunderanlage gelesen. Seit Mai 2009 ergänzt ein Gutsausschank das Ensemble.
Die Basisgewächse besaßen 2008 verblüffende Klasse, und 2009 gefallen alle Weine, vom saftigen Basiswein bis zum komplexen Riesling von alten Reben. Die Weine sind würzig, besitzen Schmelz und meist eine Spur Restzucker, aber auch Fülle und Substanz. Der Barrique-Riesling hat ebenfalls Kraft und Struktur, allerdings bleibt fraglich, ob das Holz dem Wein Komplexität gibt.


Wein Plus

Der Jahrgang 2009
Auch wenn die Qualitäten heuer etwas uneinheitlich ausfallen, scheint Christian Steinmetz doch ziemlich genau zu wissen, wo er hin will. Vor allem die beiden "Alten Reben" und die süße Juffer Spätlese haben uns beeindruckt, aber auch die trockene Version aus der Zeltinger Sonnenuhr hat schon eine Klasse, die in der Gegend nicht viele trockene Rieslinge erreichen. In dieser Form steht der Betrieb kurz vor einem Aufstieg.


Feinschmecker Gault Milau